© Sara Käser
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Noëmi Lerch

Grosse kleine Lebenswelten in den Alpen

Wie heisst es heute, eine Zukunft zu entwerfen, wenn man in den Bergen lebt und all seine Kraft in einen Bauernhof steckt, in Kühe, Ziegen, Käse und die Felder? Auf diese Frage versucht Noëmi Lerch – stellvertretend für viele ihrer AltersgenossInnen – mit ihren Erzählungen eine Antwort zu geben. In der begrenzten und schlichten Alltagswelt der Alpendörfer kennt man sich aus mit harter Arbeit und dem Wechsel der Jahreszeiten. Die Menschen sprechen mit ihren verstorbenen Vorfahren und scheinen nur auf den ersten Blick weit entfernt von unserer heutigen Zeit.

Sprache: Deutsch; Simultanübersetzung: Italienisch

Die Begegnung wird auch auf unserer Webseite als Livestream übertragen.
Die Simultanübersetzung ist nur auf dem Monte Verità verfügbar.

 

Noëmi Lerch

Die 1987 im schweizerischen Baden geborene Noëmi Lerch (Boggini) wuchs in Freienwil auf. Bereits während ihres Studiums am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und an der Universität Lausanne begann sie auf einem Bauernhof in den graubündischen Bergen zu arbeiten; seit 2015 arbeitet sie während der Sommersaison auf einer Alp. Heute lebt sie mit ihrer Familie im Tessiner Bleniotal. Ihr erster Roman Die Pürin (2015), der wie all ihre Werke im Verlag die brotsuppe erschien, wurde mit dem Terra Nova Preis der Schweizerischen Schillerstiftung ausgezeichnet. Es folgten Grit (2017) und Willkommen im Tal der Tränen (bebildert vom Duo Walter Wolff, 2019), für das die Autorin den Schweizer Literaturpreis 2020 erhielt. Sie arbeitet oft mit Künstlerinnen und Künstlern anderer Gattungen zusammen, etwa mit der Cellistin Sara Käser (als Duo Käser & Lerch) oder mit dem Fotografen Alfio Tommasini.

Maurizio Canetta - Moderation

Maurizio Canetta lebt in Lugano, wo er 1956 geboren wurde. Er arbeitete 41 Jahre lang beim Radio und Fernsehen der italienischsprachigen Schweiz (RSI). Nach einem Praktikum bei der Nachrichtenabteilung in Zürich war er zunächst als Redakteur und Korrespondent für die Nachrichten tätig, dann als Korrespondent im Bundeshaus in Bern. Er war Chefredakteur der Abteilungen Sport, Nachrichten, Vertiefung, Kultur und produzierte und moderierte unzählige Programme, etwa Falò (wöchentliches Investigativformat), Storie (Kulturmagazin) und Il gioco del mondo (Interviewreihe). Von 2014 bis 2021 war er Direktor des RSI. Er ist Vorsitzender der Comunità Radiotelevisiva Italofona, dem internationalen Verband aller auf Italienisch sendenden Medienunternehmen.