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Uwe Timm

Wenn aus Utopien Odysseen werden

Er ist ein brillanter Alltagsethnologe und ein erzählerischer Tausendsassa: Uwe Timm. Als gebürtigem Hamburger ist ihm das Interesse an fremden Welten eingeschrieben. Schon am Küchentisch seiner Tante hörte er den Geschichten der Kapitäne, Schwarzmarkthändler und Prostituierten zu. In seinen rund zwei Dutzend Romanen geht es ebenso um die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs und die Studentenbewegung wie um die Suche deutscher Auswanderer nach neuen Lebensformen. Aus der Sehnsucht nach Utopien kann eine Odyssee werden.

Sprache: Deutsch; Simultanübersetzung: Italienisch

Die Begegnung wird auch auf unserer Webseite als Livestream übertragen.
Die Simultanübersetzung ist nur auf dem Monte Verità verfügbar.

 

Uwe Timm

Uwe Timm, geboren 1940 in Hamburg, lebt in München und Berlin. Er studierte Philosophie und Germanistik in München und Paris. 1971 promovierte er in Philosophie mit einer Arbeit über Albert Camus. Uwe Timm erhielt für sein literarisches Werk zahlreiche Preise und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Akademie der Künste Berlin, der Freien Akademie der Künste in Hamburg und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er veröffentlichte u. a. die Romane Morenga (AutorenEdition, 1978), Rot (Kiepenheuer & Witsch, 2001), Halbschatten (Kiepenheuer & Witsch, 2008), Vogelweide (Kiepenheuer & Witsch, 2013) und Ikarien (Kiepenheuer & Witsch, 2017); die Novelle Die Entdeckung der Currywurst (Kiepenheuer & Witsch, 1993); die autobiographische Erzählung Am Beispiel meines Bruders (Kiepenheuer & Witsch, 2003); die Essaybände Montaignes Turm (Kiepenheuer & Witsch, 2015) sowie Der Verrückte in den Dünen. Über Utopie und Literatur (Kiepenheuer & Witsch, 2020).

Maike Albath - Moderation

Maike Albath, geboren in Braunschweig, lebt in Berlin. Sie studierte Germanistik und Romanistik in Berlin und Padua. In ihrer Dissertation befasste sie sich mit dem zeitgenössischen italienischen Lyriker Andrea Zanzotto. Seit 1993 arbeitet sie als Journalistin beim Deutschlandfunk. Ihre Literaturkritiken erscheinen u.a. in der Süddeutschen Zeitung. Neben einer Vielzahl von Sendungen über das literarische Italien entstanden in den letzten Jahren mehrere Bücher. Ihr besonderes Interesse gilt der italienischen Geistes- und Kulturgeschichte. Der Geist von Turin (Berenberg, 2010) drehte sich um die Gründung des Verlagshauses Einaudi. Rom, Träume (Berenberg, 2013) schilderte das Rom der dolce vita, und Italo Svevo (Deutscher Kunstverlag, 2015) präsentierte den triestinischen Schriftsteller Svevo. Dass Sizilien literarisch wegweisend war, stand im Mittelpunkt ihres letzten Buches Trauer und Licht (Berenberg, 2019).